Carsten Hertwig,
Geschäftsführer der BÄRENWALD Müritz gGmbH leitet seit April 2005 den Bärenwald bei Plau am See. Die Begeisterung der Besucher für die artgemäße Bärenhaltung ist für den studierten Diplom-Forstwirt der größte Lohn für die Aufbauarbeit und bestärkt ihn in seiner Motivation, sich weiterhin in den Dienst von öffentlichkeitswirksamen Tier- und Naturschutzprojekten stellen.
Im BÄRENWALD Müritz ist Carsten Hertwig für das gesamte Projektmanagement, die Bau- und Betriebsleitung, die Personalführung, die Verwaltung und das Marketing verantwortlich. Es bereitet ihm besonders große Freude, mit spannenden Ausstellungsstationen und interessanten Führungskonzepten bei den Besuchern das Interesse für Bären und eine artgerechte Tierhaltung zu wecken. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Zusammenarbeit mit touristischen Unternehmen der Region wie Hotels und Kultureinrichtungen. Mit Kooperationen und gemeinsamen Pauschalangeboten will Carsten Hertwig mit seinen Partnern den Besuchern aus ganz Deutschland zeigen, wie sehenswert und interessant die Müritz-Region ist.
Seit elf Jahren lebt Carsten Hertwig, 40, in Mecklenburg-Vorpommern, wo er auch seine Frau kennen lernte. Er qualifizierte sich zunächst in vielen Projekten in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Umweltbildung. In den letzten Jahren war er schließlich maßgeblich am Aufbau von drei Besucherzentren für Tier- und Naturschutz beteiligt. Seine Kenntnisse über die Region und sein großer Erfahrungsschatz im Projektmanagement kommen nun dem BÄRENWALD Müritz zugute.
"Mit dem BÄRENWALD Müritz haben wir der breiten Öffentlichkeit ein positives Signal gesetzt", sagt der Geschäftsführer. "Wir zeigen am praktischen Beispiel, wie die Haltungsbedingungen von Wildtieren in Gefangenschaft ganz konkret verbessert werden können. Damit verleihen wir auch den Forderungen von VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz für eine artgerechte Haltung von Wildtieren Nachdruck."
Bereits die ersten Wochen nach der Eröffnung des Bärenwaldes bestätigen Carsten Hertwig in seiner Arbeit: "Unser Konzept wird sehr gut aufgenommen. Dass die Bären die Gelegenheit nutzen, um sich im weitläufigen Gehege zurückzuziehen, hat noch niemanden enttäuscht. Oft bekommen unsere Besucher die Bären gar nicht zu Gesicht. Sie reagieren aber sehr verständnisvoll und sind begeistert von unserem Ansatz. Viele kommen aktiv auf uns zu, um uns zu bestärken. Diese tolle Unterstützung ist meine größte Motivation."
Auch in seiner Freizeit ist der gebürtige Ulmer sehr mit der Natur verbunden: Als Ausgleich zu seinem oft sehr zeitintensiven Job als "Bären-Manager" nimmt er regelmäßig an Triathlon-Wettkämpfen und Amateurradrennen teil und läuft Marathon, wenn es ihm die Zeit erlaubt.