Braunbär (Ursus arctos)
Besonderheiten:
Braunbären haben das größte Verbreitungsgebiet und werden in neun oder zehn Unterarten aufgeteilt, wobei die Unterarten Kodiak- sowie Kamtschatkabär als größte Bären und somit als größte Landraubtiere der Welt gelten.
Körpermaße:
Schulterhöhe: 100 cm
Körperlänge: 200 cm
Gewicht: 150 bis 370 kg
Nahrung:
Beeren, Gräser, Wurzeln, Früchte, Blätter, Nüsse, Sämereien, Fisch, Insekten, Kleinsäuger, Wild
Lebensraum:
Bergwälder, offene Wald- und Wiesengebiete und große Flusstäler in der gesamten nördlichen Hemisphäre.
Bestandszahlen:
180.000 bis 200.000 Tiere
Gefährdung:
Durch Lebensraumzerstörung, Trophäenjagd und Wilderei.
Amerikanischer Schwarzbär (Ursus americanus)
Besonderheiten:
Der amerikanische Schwarzbär ist mit all seinen Farbvarianten die am weitesten verbreitete und häufigste Bärenart Nordamerikas.
Körpermaße:
Schulterhöhe: 90 bis 100 cm
Körperlänge: 140 bis 180 cm
Gewicht: 60 bis 270 kg
Nahrung:
Beeren, Gräser, Wurzeln, Früchte, Blätter, Nüsse, Samen, Fische, Insekten, Kleinsäuger
Lebensraum:
Ganz Nordamerika von den arktischen Regionen bis in die Sierra Madre im Nordwesten Mexikos; lebt bevorzugt in offenen Wald- und Wiesengebieten.
Bestandszahlen:
400.000 bis 750.000 Tiere
Gefährdung:
Durch intensive Bejagung während der Siedlerzeit.
Asiatischer Schwarzbär (Selenarctos thibetanus)
Besonderheiten:
Der Asiatische Schwarzbär wird wegen seiner extrem langen Nacken- und Schulterhaare auch Kragenbär genannt.
Körpermaße:
Schulterhöhe: 80 cm
Körperlänge: 140 bis 195 cm
Gewicht: 90 bis 180 kg
Nahrung:
Beeren, Gräser, Wurzeln, Früchte, Getreide, Blätter, Samen Kleinsäuger, Insekten
Lebensraum:
Ausgedehnte, feuchte Mischwälder in Pakistan, Afghanistan, Nordindien, China, Taiwan, Japan, Korea und Südostasien.
Bestandszahlen:
unbekannt
Gefährdung:
Durch Lebensraumzerstörung, Jagd, Wilderei, Verwendung von Körperteilen in der traditionellen asiatischen Medizin und Haltung als Tanzbären.
Brillenbär (Tremarctos omatus)
Besonderheiten:
Der letzte Vertreter der Unterfamilie der Kurzschnauzenbären, der Brillenbär, ist als einziger Bär in Südamerika heimisch. Brillenbären besitzen insgesamt 13 Rippenpaare, ein Paar weniger als andere Bären.
Körpermaße:
Schulterhöhe: 80 cm
Körperlänge: 150 bis 200 cm
Gewicht: 80 bis 125 kg
Nahrung:
Blätter, Obst, Getreide, Insekten und Kleinsäuger
Lebensraum:
Die Anden von Venezuela bis Chile, Kolumbien und Bolivien
Bestandszahlen:
ca. 2000 Tiere
Gefährdung:
Durch Abholzung des Regenwaldes.
Eisbär (Ursus maritimus)
Besonderheiten:
Eisbären machen dem Kodiak- und dem Kamtschatkabär den Rang als weltweit größter Bär streitig. Sie können eine Strecke von 100 km schwimmen, ohne dabei eine Pause einzulegen und ihr Geruchssinn ermöglicht es ihnen, Robben bis zu einer Entfernung von 30 km zu riechen.
Körpermaße:
Schulterhöhe: 100 cm
Körperlänge: 250 bis 350 cm
Gewicht: 300 bis 600 kg
Nahrung:
Hauptsächlich Robben, Walrosse, gestrandete Wale, Fische und Krabben, nach der Eisschmelze Vogelküken, Nagetiere, Rentiere, Eier, Pflanzen und Beeren
Lebensraum:
Polarregion der gesamten nördlichen Hemisphäre
Bestandszahlen:
20.000 bis 40.000 Tiere
Gefährdung:
Durch Lebensraumzerstörung und zu hoch angesetzte Abschussquoten.
Lippenbär (Melursus ursinus)
Besonderheiten:
Eine ungewöhnlich lange Schnauze mit verschließbaren Nasenlöchern und extrem beweglichen Lippen machen es dem Lippenbären möglich, ein Loch in einem Termitenbau hermetisch zu verschließen und die Termiten dann aus dem Bau zu saugen.
Körpermaße:
Schulterhöhe: 85 cm
Körperlänge: bis 180 cm
Gewicht: bis 136 kg
Nahrung:
Hauptsächlich Termiten und Ameisen, Früchte, Eier, Pflanzen
Lebensraum:
Verschiedene Waldgebiete in Indien, Bangladesh, Nepal, Bhutan und Sri Lanka.
Bestandszahlen:
7.000 bis 10.000 Tiere
Gefährdung:
Durch Zerstörung des Lebensraumes.
Maleienbär (Helarctus malayanus)
Besonderheiten:
Der kleinste Bär unter den Großbären wird wegen dem gelblichen Halbmond auf der Brust auch Sonnenbär genannt.
Körpermaße:
Schulterhöhe: 70 cm
Körperlänge: bis 140 cm
Gewicht: 27 bis 65 kg
Nahrung:
Kleinsäuger, Insekten, Termiten, Würmer, Früchte, Blätter, Honig
Lebensraum:
Tropische Regenwälder in den Flachzonen Indiens, in Burma, Malaysien, Laos, Kambodscha, Thailand, Indonesien, Südchina und Vietnam.
Bestandszahlen:
unbekannt
Gefährdung:
Durch Lebensraumzerstörung und Töten von Muttertieren, um die verspielten Jungtiere als Haustier halten zu können.